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Monthly Archives: October 2009

Bunt ist toll!

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Torsten von der Pirgofabrik hat zu einer Aktion aufgerufen, an der ich mich gerne beteilige. Ich finde bunt nämlich wirklich toll.

Was für mich dieses Motto am besten verkörpert, ist der Karneval der Kulturen in Berlin. Dort, wo von allen deutschen Städten wohl die meisten Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen zusammenkommen, gibt es eine Vielzahl von Initiativen für mehr gegenseitige Toleranz, Respekt und Integration. Von diesen ist der seit 1996 stattfindende Karneval der Kulturen wohl die erfolgreichste und mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Berliner Straßenfeste geworden.

Das viertägige Fest im Bezirk Kreuzberg wird in jedem Jahr gekrönt von einem Karnevalsumzug, der regelmäßig ungefähr eine Million Besucher anlockt.

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Ich war auch ein paarmal Teilnehmer an diesem Umzug und es war jedes Mal ein sagenhaftes Erlebnis. Auch wenn das Berliner Wetter traditionell an diesem Tag gern mal eher kühl und nieselig als freundlich sonnig ist, kann das die Feierlaune nicht trüben. Besser als bei diesem Fest kann man den unglaublichen Reichtum, den unterschiedliche Kulturen in unser Leben bringen, wohl kaum erleben. Ob es sich um Musik handelt, um Essen, um Kleidung, Gebräuche oder Kunst; ohne die Vielfalt die Menschen aus anderen Ländern zu uns mitbringen, wäre unser Leben um einiges ärmer.

Hier noch ein Video vom Karneval der Kulturen 2009.

Der nächste Karneval der Kulturen findet übrigens vom 20.-24. Mai 2010 in Berlin statt.

Fotos von svenwerk


 
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Posted by on October 31, 2009 in Internet

 

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Jugendliebe

HatariAls ich mich das erste Mal verliebt habe, war ich ungefähr fünf Jahre alt.

Ich saß zuhause vor dem Fernseher und schaute einen Film.Darin ging es um eine Gruppe von Tierfängern in Afrika. Der Film hiess Hatari! und hatte zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber das hätte mich ohnehin nicht interessiert. Immerhin kamen Tiere darin vor, die ich nur aus dem Zoo kannte – Nashörner, Giraffen, Elefanten, Affen. Und da waren diese wagemutigen Männer – und Frauen – die diese Tiere einfingen um sie an Tierparks in der ganzen Welt zu verkaufen.

Einer von diesen Männern fiel mir ganz besonders auf. Ich himmelte ihn in jeder Szene an; und bis zum Ende des Films hatte ich beschlossen: den will ich mal heiraten!

Ich nahm an, das sollte machbar sein, immerhin war er ja, was Frauen betrifft, im Film leer ausgegangen. Ich musste nur noch etwas älter werden.

Mein damaliger Schwarm: Hardy Krüger.

hardy_kruger

Als ich dann tatsächlich ein paar Jährchen älter geworden war, hatte ich das natürlich längst vergessen. Ich erinnerte mich allerdings, als mir in der Bücherei auf der Suche nach Lesestoff ein Buch mit dem Titel Eine Farm in Afrika in die Hände fiel. Autor war genau dieser Hardy Krüger, an den ich mich jetzt als den Schauspieler (ja, mittlerweile war mir auch das klar) aus Hatari! erinnerte. Das Buch machte mich neugierig, also nahm ich es mit.

Um es kurz zu machen: ich war total fasziniert. Deutsche Schauspieler mit Karriere in Hollywood sind ja eher die Ausnahme. Anstatt jetzt aber seine Nase für jeden Paparazzi hinzuhalten, wie das heutzutage üblich ist, kauft er sich die Farm, auf der damals der Film gedreht wurde und baut dort eine Lodge auf. Gelegentlich lässt er sich dann von einem besonders guten Filmangebot aus dem afrikanischen Busch locken. Und von denen gab es so einige.

Ausserdem tut er das, was er schon immer tun wollte: Bücher schreiben. Und Hardy Krüger hat – kein Wunder bei seinem ungewöhnlichen Leben – fantastische Geschichten zu erzählen. Darin kommen dann, unter anderem, auch mal so Leute vor, wie Max Schmeling, Charles Aznavour, Lino Ventura, Lawrence Olivier und Winston Churchill. Was mich nun nach der langen Vorrede zum gestrigen Abend bringt.

Da war nämlich Hardy Krüger zu Gast in unserem pittoresken kleinen Städtchen und veranstaltete eine Lesung im hiesigen Theater. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

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Er ist mittlerweile über 80. Das muss man bei ihm wirklich dazu sagen, ansonsten merkt man es nicht. Er wirkt nicht wie ein alter Mann, er wirkt wie jemand, der genau da ist, wo er sein möchte und das tut was er gerne macht. Zu jeder Zeit. Dass er seine Geschichten ausserdem noch wunderbar vortragen kann, versteht sich von selbst, der Mann ist immerhin ein großer Schauspieler.

Als er die Geschichte einer Fahrt von Hamburg nach Berlin, inklusive einem unerfreulichem Zusammentreffen mit einem (zu jener Zeit noch vorhandenen) DDR-Grenzbeamten erzählt, habe ich Tränen gelacht. Hardy Krüger, selbst Berliner, imitiert den sächsischen Tonfall des damaligen Beamten, was allein schon für Lacher im Publikum sorgte. Dann macht er eine kurze Pause, schaut ins Publikum und meint “Ich hörte ihm zu und dachte: der Mann hat ein Problem mit seinen Konsonanten!”
Ich konnte es ihm so nachfühlen! So geht es mir jeden Tag.*

Am Schluss der Lesung gab es dann noch eine kleine Signierstunde. Zum Glück hatte ich mitgedacht und ein Buch von zuhause mitgenommen. (Natürlich gab es auch dort welche zu kaufen.)

Wanderjahre

Bei dieser Gelegenheit habe ich ihm dann auch die Geschichte erzählt, wie ich mich mit fünf Jahren in ihn verknallt habe.

Er hat herzlich gelacht.

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*Konsonanten: einfach mal zu den Ausspracheregeln runterscrollen.

 
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Posted by on October 29, 2009 in Bücher, Filme

 

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Kamera-Verschönerungsaktion

Es ist da, mein neues Kameraband. Und ich bin restlos begeistert.

In einer fingernagelgefährdenden Befestigungsaktion habe ich es an meine Spiegelreflex gepfriemelt. Jetzt sieht das Ganze nicht nur schick aus, ich kann auch endlich die Kamera um den Hals hängen ohne das Gefühl zu haben, jemand versucht meinen Nacken durchzusägen. Das Band ist schön breit, aus weichem Baumwollstoff und fest gepolstert, da drückt nichts und schneidet nichts ein.

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Bei näherer Betrachtung stellt sich dann heraus, das auf dem Stoff sind gar keine kleinen Monster sondern EULEN! Das passt aber auch sehr gut zu mir, bin ja selber auch eine. Manchmal.

Ein kleiner Button mit dem Namen der Künstlerin ist auch noch dran.

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Wer jetzt auch so eines braucht, die gibt es bei DaWanda im Shop von Lieselchen.

 
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Posted by on October 28, 2009 in Fotografie

 

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Shagged by a rare parrot

Ein Clip aus der BBC-Dokumentationsreihe Last Chance To See, in der Stephen Fry und Mark Carwardine zu den entlegensten Plätzen der Welt reisen (auf den Spuren von Douglas Adams übrigens) um seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere vorzustellen.

Dieser Papagei ist jedenfalls zum Äußersten entschlossen, um dem Aussterben zu entgehen.

Für Übersetzungen eventuell unbekannter englischer Begriffe empfehle ich übrigens das Wörterbuch von Leo.org.

 
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Posted by on October 26, 2009 in Filme, Internet

 

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Projekt 52: Quadratisch – praktisch – gut

Projekt 52

Das Thema für die 43. Woche beim Projekt 52 ist quadratisch – praktisch – gut.

Im ersten Moment denkt man da natürlich an die Schokolade, deren Werbeslogan das ist. Aber es war wider Erwarten dann gar nicht so schwierig, ein passendes Motiv zu finden.

Weit laufen musste ich dafür auch nicht:

Fliesen

Wenn man Haustiere hat, deren Tischsitten freundlich mit dem Begriff wildes Gelage umschrieben werden können und die auch sonst gerne mal Körperflüssigkeiten und andere Dinge die unsereins als “pfui bäh!” empfindet in der Gegend verteilen – in diesem Falle ist es gut einen praktischen, weil abwaschbaren, Bodenbelag zu haben. Er muss nicht unbedingt quadratisch sein, das hilft aber dem Menschen, der ihn verlegen muss.

 
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Posted by on October 26, 2009 in Blog, Fotografie, Internet

 

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