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Kulinarische Peinlichkeiten & Dinge die ich nicht essen würde

19 Dec

woman-cookingIch mag ja Listen und Stöckchen grundsätzlich gerne, vor allem wenn es darum geht, schlimme Dinge zu gestehen. Dieses hier habe ich gerade gefunden, hier und da und dort.

Es gibt Speisen, bei denen ist man ganz stolz drauf, sie gekocht / gegessen zu haben und manchmal bloggt man sogar die Rezepte. Ich bevorzuge eigentlich Essen aus selbst zubereiteten, frischen Zutaten. Gesund und vernünftig halt.
Das hier ist die andere Sorte. Die einem ein bisschen peinlich ist.

10 Dinge, die ich manchmal ganz gerne esse:

  1. Fischstäbchen – Gefrorener, zerhackter, toter Fisch in pappiger Panade. Es gibt wirklich schönere Arten, Fisch zu essen. Aber gelegentlich müssen Fischstäbchen sein. Zum Glück bin ich da in guter Gesellschaft – und ihm ist es auch ein bisschen peinlich.
  2. Ketchup – Auch so ein Relikt aus der Kindheit. Am liebsten auf die Fischstäbchen. Oder Käse in Streifen schneiden und eintunken. Oo…
  3. Pizza vom Bringdienst – bei Anfällen absoluter Faulheit. Eine Million Kalorien pro Stück, hinterher fühlt man sich wie das Michelinmännchen, aber irgendwie kultig.
  4. Latte Macchiato mit Karamel – Ich trinke keinen Kaffee und schon gar nicht mit Zucker. Und um die allseits beliebten Coffeeshops mache ich normalerweise einen Bogen. Aber alle Jubeljahre einmal bekomme ich einen Anfall, dann entere ich den nächstbesten Kaffeedealer und bestelle mir einen Karamel-Macciato. Das Wichtige dabei ist der Karamel. Und Schaum. Eine Orgie zum Trinken. Danach ist mir regelmäßig schlecht.
  5. Thunfisch aus der Dose – und wenn da zehnmal angeblich Delfine und Neoprenstückchen drin sind, wir mögen Thunfisch. Die ganze Familie. Besonders in Form unseres berüchtigten “Thunfisch-Sandwiches”, im Falle der Katzen auch gerne pur.
  6. Schmelzkäsecreme aus der Tube mit Krabbengeschmack – Es ist pervers, ich weiss. Aber das Zeug weckt freundliche Urlaubserinnerungen bei mir. Ausserdem kann damit man lustige Muster aufs Brot malen.
  7. fertige Köttbullar – aus einem ähnlichen Grund. Klar ist es kein Problem, selbst Hackbällchen zu machen. Aber das richtige IKEA-Schwedenurlaub-Feeling stellt sich irgendwie nur bei der Fertigvariante ein.
  8. Sandwich vom Subway – Der Laden ist bei uns neben dem Fitness-Studio und nach zwei Stunden Gestrampel auf allerlei Geräten (wo ich eh zu ausgelaugt bin, dann zuhause noch frenetisch Möhrchen zu schrappen und Gemüse zu schnippeln) ist so ein Sandwich eine feine Sache.
  9. Ragout Fin bzw. Würzfleisch aus der Dose – Auch wieder so eine Kindheitsgeschichte. Hier gibt es abwechselnd die Ost- und West-Variante. Mit Käse überbacken und Worchestersauce.
  10. Nutella – Gesund geht anders. Aber Nutella auf dem Brötchen macht glücklich. Das haben wir ausführlich getestet. Funktioniert allerdings nur mit dem real stuff und nicht mit beliebigem Schokoschmadder.

10 Dinge die ich freiwillig nicht essen würde:

  1. Pommes Frites – Ich hasse diese fettigen Dinger.
  2. Cola – Egal von wem sie hergestellt wird, klebrige überzuckerte Brause ist widerlich.
  3. Bratwurst – Schmeckt mir einfach nicht.
  4. Mariniertes Fleisch aus dem Supermarkt – ist einfach nur bäh! Mit der Marinade werden Fleischstücke getarnt, die ansonsten keine Daseinsberechtigung als Nahrung mehr hätten.
  5. Fertiger Glühwein – Minderwertiger Wein wird nicht davon besser, dass man haufenweise Zucker und Gewürze reinkippt.
  6. Säfte die keine sind – Alle diese süßen Erfrischungsgetränke die so tun als wären sie ganz doll fruchtig und gesund, dabei bestehen sie nur aus Aromastoffen, Farbstoff, Zucker und Wasser. Igitt!
  7. Billigschokolade – Ihr kennt doch sicher alle diese ganz simplen billigen 0815-Adventskalender, die man auch gern mal als Werbegeschenk bekommt? Das was da drin ist, würde ich nicht als Schokolade bezeichnen. Und noch viel weniger essen. Wenn ich mir schon so viel Kalorien auf einmal antue, dann soll es wenigstens schmecken.
  8. Leber – Meine Eltern waren der Ansicht, dass ein Kind für seine gesunde Ernährung mindestens einmal die Woche Leber essen muss. Das haben sie auch bis zum Erbrechen durchgezogen – und zwar buchstäblich. Bei Leber wird mir deshalb heute noch schon vom Geruch übel.
  9. Scheiblettenkäse – Sieht aus wie Plastik, fühlt sich an wie Plastik und schmeckt.. och nee!
  10. Kantinenessen – Damit ist die traditionelle deutsche Variante gemeint: fettig, kalorienreich und nährstoffarm, bescheiden im Geschmack aber reichlich. Essen, das über das reine Sattwerden hinaus nicht wenigstens irgendeine Form von positivem Nutzen für mich hat, muss ich mir nicht antun.

Und? Was ist mit euch? Gesteht eure geheimen Vorlieben,  ich bin neugierig!😉

 
4 Comments

Posted by on December 19, 2009 in Kochen und Essen

 

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4 responses to “Kulinarische Peinlichkeiten & Dinge die ich nicht essen würde

  1. Matthias

    December 25, 2009 at 10:44 am

    hoffst Du, das das bei der nächsten Einladung zum Essen bei Dir Beachtung findet? – Du hast Kartoffelsalat mit Würstchen vergessen…🙂

     
  2. Andrea

    December 25, 2009 at 12:31 pm

    Meinen selbstgemachten Kartoffelsalat esse ich ja. Aus reiner Höflichkeit habe ich gestern auch einen Löffel von dem angebotenen Kartoffelsalat gegessen. Hätte ich mal besser lassen sollen, meine Verdauung war nicht amüsiert…
    Würstchen stehen oben, siehe Bratwürstchen, die gibts nämlich bei Schwiegerelterns an Weihnachten.

     
  3. Matthias

    December 27, 2009 at 11:09 pm

    bäääh – Bratwurst zum Kartoffelsalat? was isn das? wenn schon dann wiener,…

     
  4. Andrea

    December 27, 2009 at 11:36 pm

    Läuft unter dem Stichwort “seltsame Weihnachtstraditionen”…

    Wiener mit Kartoffelsalat sind auch kein Essen sondern ein Geisteszustand.

     

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