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Drunter und drüber

11 Aug

…geht es momentan bei mir. Aber von vorne:

Ich habe eine Wohnung. Es war direkt die dritte, die ich mir angesehen habe; ich konnte mir nicht vorstellen, dass mir in absehbarer Zeit noch eine bessere begegnen würde, also habe ich sie einfach genommen. Die Wohnung ist eine klassische Berliner Altbauwohnung, zwei Zimmer mit hohen Decken, Stuck und Dielenfußboden, gerade ganz neu saniert mit neuem Bad und Küche. Sie liegt im Wedding, in einer ruhigen Nebenstraße. Den Mietvertrag habe ich schon unterschrieben, Bilder gibts dann später hier.

Gefeiert habe ich das direkt am nächsten Abend, beim Blogger/Twitterertreffen mit @Gilly, @Inzuam, @Caschy, @Nadinechen und @websenat am Hackeschen Markt. Hier freuen sich die Jungs gerade über Caschys iPad:

Am nächsten Wochenende bin ich dann erstmal zurück nach Sachsen. Mit dem Bus. Es war ein ziemlicher Horrortrip, mit Stau, Verspätung, nervigen Mitreisenden und natürlich einem verpassten Anschlusszug in Dresden, so dass der Trip für die 250 km insgesamt fünf Stunden gedauert hat. Der Mann ist dann heldenhaft bis nach Dresden gefahren um mich einzusammeln und das, obwohl er zuhause Besuch hatte.

Zuhause angekommen dann der nächste Schock: mein Computer war tot. Ließ sich nicht mehr hochfahren. Wie sich später herausstellte, war meine erste Vermutung korrekt und das Netzteil hatte den Geist aufgegeben. Zunächst einmal hatte ich aber fürs Wochenende keinen Computer, was ärgerlich war, denn dort liegen diverse Daten, die ich eigentlich dringend gebraucht hätte. Aber das ließ sich leider nicht ändern und da die einzige Computerklitsche am Ort auch nur Montags bis Freitags geöffnet hat (und auch da nur den halben Tag), musste ich halt warten.

Dafür hatte ich dann umso mehr Zeit zum Umzugskisten packen. Immerhin habe ich gut über die Hälfte meines Hausstands bereits an diesem Wochenende in Kisten verfrachten können. Das sah dann ungefähr so aus:

Man verzeihe mir die mäßige Qualität, ist mit der Handy-Kamera aufgenommen. Lotti hat sich vorsichtshalber schon mal dazugepackt, damit sie auch nicht vergessen wird.

Während meiner Packaktion am Sonntag musste ich dann gefühlte fünfhundert Mal am Tag niesen. Ich schob das auf die enormen Staubflusen, die ich überall hinter und unter Möbelstücken ausgrub und dachte mir nichts dabei.

Sonntag abend war dann die Rückfahrt. Wieder mit dem Bus. Diese Reisebusse, die regelmäßig zwischen diversen Städten verkehren sind deutlich billiger als die Bahn – und immer proppenvoll. Eine Mitfahrerin war ein ungefähr zweijähriges Mädchen; wahnsinnig niedlich aber sie hatte nach ungefähr einer halben Stunde die Schnauze voll vom Busfahren, was sie den Rest der Mitreisenden auch ebenso lautstark wie ausdauernd wissen ließ.

Außerdem hatten irgendwelche Frischluftfanatiker die Dachluken im Bus aufgerissen. Als auf der Autobahn dann meine Haare im Luftzug flatterten, bin ich irgendwann aufgestanden und habe die Dachluke zugemacht. Vermutlich nicht früh genug, denn ich musste fröhlich weiter niesen obwohl weit und breit kein Staub war.

Am Montag morgen wachte ich dann auf und war komplett verrotzt. Nase dicht, Halsschmerzen, Kopfweh, das volle Programm. Na toll!
Nun ist krank werden in der zweiten Arbeitswoche eher suboptimal. Ich bin dann auch pflichtschuldig zur Arbeit gewankt, wo ich von meinen Kollegen postwendend mit der Auflage, mich doch bitte in Ruhe auszukurieren wieder heimgeschickt wurde. Dem kann man ja mit gesundem Menschenverstand nicht wirklich widersprechen. Problem dabei ist nur, ich bin ja nicht direkt bei denen angestellt, sondern über Zeitarbeit. Und die sind von Arbeitnehmern, die krank werden und somit kein Geld einbringen sondern nur welches kosten normalerweise weniger entzückt.

Nach diversen Telefonaten und einem Besuch beim Arzt ist aber auch das geklärt und ich bin jetzt erst einmal zuhause, verbrauche Taschentücher in Unmengen, gehe meiner Umwelt mit Husten auf die Nerven und trinke literweise furchtbar gesunden Tee. Ich muss irgendwie verdrängt haben, wie ekelhaft Salbeitee schmeckt… Aber wenn’s hilft! Ansonsten mag ich Salbei sogar ganz gerne, z.B. in Saltimbocca.

Mittlerweile bin ich auch auf dem Weg der Besserung und kann bald wieder meine neuen Kollegen mit meiner Anwesenheit beglücken. Der Computer hat ein neues Netzteil bekommen und ich werde mir jetzt erstmal eine Mitfahrgelegenheit suchen, damit ich nicht mehr mit dem nervigen Bus fahren muss.

Alles wird gut.

 
5 Comments

Posted by on August 11, 2010 in Dieses und jenes

 

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5 responses to “Drunter und drüber

  1. Sven

    August 11, 2010 at 10:24 pm

    Eine Neu-Berlinerin, na dann werde ich hier mal fleißig mitlesen, besonders das Kochen und Essen werde ich mal durchsuchen, wo ich doch so gerne neue Rezepte ausprobiere😉

     
    • Andrea

      August 11, 2010 at 11:46 pm

      Also sooo neu bin ich nicht mehr, bin ja nur ein paar Jahre weg gewesen.

       
  2. simone

    August 13, 2010 at 5:32 pm

    also offen gestanden beneide ich dich ja ein wenig für deinen mut / deine abenteuerlust – ich bin zwar auch nicht so ortsgebunden und auch mal ausgewandert, aber ich denke, heute, wo ich verheiratet bin, traue ich mich das nicht mehr, einfach meine zelte wo abbrechen und irgendwo anders neu anzufangen. wenn ich das richtig verstanden habe, kommt dein lebensgefährte nach, und bleibt erstmal in eurer alten wohnung, oder?

     
  3. die LuLs mit Danny

    August 15, 2010 at 2:02 pm

    Wow, was für eine stressige Zeit und dann mit einer blöden Grippe. Gut, dass Du auf dem Weg der Besserung bist.
    Ich wünsche Dir ganz viel Glück in der neuen Bleibe und im Job.
    LG
    Danny

     
  4. renate

    August 24, 2010 at 11:57 am

    Klingt gut, die Sache mit der neuen Wohnung. Bin schon gespannt auf die Bilder!

    Noch ein paar Wochen … dann hast du den Stress hinter dir.

    Dass der neue Job dir so viel Freude macht, dass du am liebsten den Computer umarmen möchtest – das klingt super!

    Viele Grüße – und gespannt auf weitere Nachrichten!
    Renate

     

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