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Der Stand der Dinge

30 Aug

Zum Thema „Ungemütlich reisen mit der Mitfahrzentrale“: es gibt nichts, was sich nicht noch steigern ließe. Zum Beispiel am letzten Freitag. Ich hatte einen Platz in einem Audi A6 reserviert und freute mich auf eine ausnahmsweise entspannte Fahrt in einem großen Auto. Da hatte ich allerdings den Fahrer unterschätzt, der der Ansicht war, drei Mitfahrer passen locker auf die Rückbank, schließlich ist der Audi für fünf Personen zugelassen. Da quetschten sich also zwei Männer, die ich vorsichtig formuliert mal als nicht gerade zierlich bezeichnen möchte. Und ich. Deutlich mehr Körperkontakt, als ich zu Menschen haben möchte, die ich gerade seit fünf Minuten kenne. Bei einer Fahrzeit von fast drei Stunden auch verdammt unbequem. Ich tröstete mich mit wilden Tagträumen, in denen ich den Fahrer zwang, das Vanille-Duftbäumchen, welches vor meiner Nase vor sich hinstank, zu verspeisen. Zum Glück hat auch die längste Fahrt mal ein Ende.

Die Fahrt zurück nach Berlin war hingegen ein reines Vergnügen, weil ich da mit meinem Cousin fahren konnte, der witzigerweise auch an diesem Wochenende in Freiberg war. Außerdem wohnen wir in Zukunft fast gegenüber. Zufälle gibt’s…

Ansonsten ärgere ich mich gerade mit der ArGe herum, die nach nur fünf Wochen in denen mein Antrag offenbar auf irgendeinem Schreibtisch Moos ansetzen durfte, jetzt gemerkt haben, dass sie noch allerlei Rückfragen haben. Zu denen ich selbstverständlich noch diverse Unterlagen einreichen darf. Und zwar hopphopp, sprich: bis morgen. Klar, kein Problem; ich habe ja auch nur wegen Umzuges meine Unterlagen bereits in diversen Kartons verpackt und auf zwei Wohnsitze verteilt. Aber auf Wunsch wird ja gehext.

Für meinen Umzug habe ich jetzt immerhin schon einen Termin am übernächsten Wochenende. Die potentiellen Umzugshelfer rennen mir vor lauter Eifer fast die Bude ein („Hast Du da Zeit mir beim Umzug zu helfen?“ „Öhm, ja… äh…. „ *undeutliches Gemurmel*). Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das jetzt auch noch hinkriegen. Währenddessen bereite ich schon mal die Wohnung soweit vor und entferne enorme Mengen an Dreck, die die Handwerker dort auf sämtlichen Flächen verteilt haben. Merke: je mehr Dreck & Chaos, desto fleißiger der Handwerker! Meine waren unglaublich fleißig.

Bis zum Umzug will ich dann noch in meiner neuen Wohnung 1-3 Wände streichen, im Bad und Schlafzimmer Rollos anbringen, damit ich keine Videos von mir beim Baden auf Youtube wiederfinde und zum Möbelhaus mit dem Elch muss ich auch noch mal.

Wenigstens wird mir nicht langweilig!🙂

 
5 Comments

Posted by on August 30, 2010 in Dieses und jenes

 

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5 responses to “Der Stand der Dinge

  1. Sven

    August 30, 2010 at 2:28 pm

    Du ziehst ja nach Berlin, nicht? Wenn du willst helfe ich dir gerne beim Malern, ich bin dann meist zwar Bunter als die Wand, aber was solls😉

     
  2. Andrea

    August 30, 2010 at 3:55 pm

    Für’s Wände streichen habe ich tatsächlich schon Hilfe. Bei mehr Leuten stehen wir uns da warscheinlich auf den Füßen. Ich danke dir aber trotzdem für das Angebot! 😉

     
  3. Lutz

    August 30, 2010 at 4:34 pm

    Autsch…

    im Audi A6 zu dritt hinten stelle ich mir auch grausam vor. Auch wenns schmale Leute gewesen wären.

    Du machst aber auch immer interessante Sachen:mrgreen:

     
  4. Feylamia

    August 31, 2010 at 12:19 pm

    3 Umzüge in drei Wochen. Das U-Wort mag ich nie wieder hören … :mrgreen: Dir viel Glück, ich hoffe, niemand bricht sich etwas.🙂

     
  5. renate

    September 7, 2010 at 11:16 am

    Oh ja, die Umzugshelfer. Menschen, die sonst bei einem fröhlich essen und trinken. Bei bei meinem letzten Umzug waren alle verhindert. Fast alle – bis auf eine Freundin, die fest versprochen hatte, am Samstag um 10.00 Uhr auf der Matte zu stehen. Leider hat sie es dann vergesssen.
    Der einzige Mensch, der mit – sehr tatkräftig – geholfen hat, war ein Mann, den ich nur flüchig kannte. Der Liebhaber einer anderen Freundin.
    Dieser Mann hat im Schweiße seines Angesichts (das ist wörtlich zu nehmen) zwei Tage lang Kisten, Kartons und Möbelstücke geschleppt.
    Er war niemals vorher bei mir zu Gast!!!

    Ansonsten, liebe Andrea, konnte ich wieder herzhaft schmunzeln über deinen Bericht. Vor allem deine Tagträume haben mir gefallen. ;-))

    Toi, toi, toi! In vier Wochen hast du das Meiste hinter dir.
    Liebe Grüße – Renate

     

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