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Warum reg ich mich eigentlich auf?

18 Feb

Also zunächst mal: ich habe nix gegen den Herrn zu Guttenberg. Soweit es Politiker betrifft, gehört er für mich zu den weniger unsymphatischen.

Ich bin allerdings der Meinung, wer in diesem Land maßgeblich an Recht und Gesetzgebung mitwirken möchte, sollte bitte unter Beweis stellen, dass er selbst sich ebenfalls an Regeln, Maßgaben und Gesetze hält. Also keine Steuern hinterziehen, keine Schmiergelder annehmen und auch keine Doktortitel erschummeln. Und da ist es mir auch schietegal, welches Parteibuch derjenige hat.

Zumal das falsche Zitieren von Quellen in einer Dissertation eben kein Kavaliersdelikt à la „ups, ich habe den Link vergessen!“  ist. Eine Dissertation ist eine wissenschaftliche Arbeit, die ganz genauen formalen Kriterien folgt:

Im Gegensatz zu einer Examens-, Magister- oder Diplomarbeit, die unter Anleitung von Hochschullehrern entsteht und im Regelfall den aktuellen Forschungsstand wiedergeben soll, ist die Dissertation oder Dissertationsschrift eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit. […]

Eine Dissertation soll belegen, dass der Kandidat selbständig wissenschaftlich zu arbeiten versteht. Sie muss im Regelfall neue Erkenntnisse zu dem gewählten Gegenstand enthalten und methodisch einwandfrei sein. Eine Dissertation ist im Normalfall also eine Forschungsarbeit. Wichtig zum Nachweis der Fähigkeit zum eigenverantwortlichen wissenschaftlichen Arbeiten sind auch die Kenntnis der relevanten Forschungsliteratur, der üblichen Arbeitsweise des Fachgebiets, das Ziehen belastbarer Rückschlüsse sowie die Einbettung der eigenen Arbeiten in den wissenschaftlichen Kontext. […]

Für Gliederung, Zitate anderer Arbeiten und den formalen Nachweis der Selbständigkeit sind gewisse Formen üblich oder in der Promotionsordnung der Fakultät bzw. des Fachbereichs vorgeschrieben. Betrug (etwa durch Hinzuziehung eines Ghostwriters), ein nachgewiesenes Plagiat oder die auszugsweise Übernahme fremder Texte ohne Quellenangabe kann auch noch im Nachhinein zur Aberkennung des Doktorgrades und ggf. zu strafrechtlichen Konsequenzen führen.

Quelle: Wikipedia

Bei einer Doktorarbeit abzuschreiben, ist letztlich genau so, als würde man eine Mischung aus Zucker, Fett und Blumenerde zusammenrühren und sie „Schokolade“ nennen.
Ein essentieller Bestandteil von Schokolade ist nun mal Kakao.
Ein essentieller Bestandteil von wissenschaftlichen Arbeiten ist eben die formal saubere, mit Quellen belegte, wissenschaftliche Arbeit. Wenn man sich da, wissentlich oder aus Schlampigkeit, nicht an die Regeln hält, dann darf es dafür auch keinen Doktortitel geben.

Und ich denke schon, dass man von seinen Politikern fordern sollte, dass sie das, was sie von uns erwarten (nämlich sich an Regeln und Gesetze zu halten) auch selbst vorleben. Sonst können wir ja gleich den Berlusconi aus Italien importieren und uns fortan „Bananenrepublik Deutschland“ nennen…

 
25 Comments

Posted by on February 18, 2011 in Dieses und jenes

 

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25 responses to “Warum reg ich mich eigentlich auf?

  1. Lutz Balschuweit

    February 18, 2011 at 2:39 pm

    Was jemand falsch gemacht hat ist für mich zweitrangig. Derjenige hat sicher das daraus entstehbare Problem falsch eingeschätzt, denn sonst hätte er das nicht gemacht (wenn er es gemacht hat). Mutwilligkeit unterstelle ich grundsätzlich nicht.

    Ich sehe das eher so …. http://balschuweit.de/blog2/2011/02/18/wen-sucht-ihr-denn/

     
  2. Andrea

    February 18, 2011 at 3:02 pm

    Natürlich geht es nicht um Unfehlbarkeit. Es gibt aber diverse Möglichkeiten, mit so einer Situation umzugehen.

    Gehen wir mal davon aus, dass Herr z.G. nicht bescheissen wollte, sondern in den sieben Jahren in denen er an seiner Doktorarbeit gearbeitet hat mit seinem Fulltimejob als Politiker sowie in seiner Eigenschaft als junger Familienvater schlicht überfordert war, dann in seiner Freizeit auch noch eine formal korrekte Dissertation abzuliefern.

    Dann gäbe es jetzt beispielsweise die Möglichkeit, das offen zuzugeben und zu sagen, “sorry, mir sind damals nachts um drei einfach die Augen zugefallen, ich habe Mist gebaut, ich gebe den Doktortitel zurück”.

    Und dann auch mit den Konsequenzen zu leben, die das eventuell hat. Das wäre dann wenigstens eine Handlung, die von der moralischen Integrität zeugt, die Herr zu Guttenberg bislang demonstriert hat. Ich fände es ehrlich gesagt erfreulich, wenn das nicht nur Show gewesen wäre, sondern er wirklich so ein integrer Mensch ist.

    Aber: wenn ihm die möglichen Folgen nicht klar gewesen sein sollten, dann müsste er auch seinen Studienabschluss wieder zurückgeben; als Jurist MUSS er sowas einfach wissen, da beisst keine Maus den Faden ab.

     
  3. Lutz Balschuweit

    February 18, 2011 at 3:20 pm

    Wenn Du darüber richten möchtest – bitteschön. Ich kann das nicht!

     
  4. Andrea

    February 18, 2011 at 3:30 pm

    Das steht dir natürlich frei, Du musst ja keine Stellung beziehen.

    Ich hoffe, dass auch weniger privilegierte Mitglieder der Gesellschaft dann dieselbe “in dubio pro reo” Behandlung von dir erhalten. 😉

    Ich bin einfach der Meinung, wer im Licht der Öffentlichkeit steht, der steht da nicht aus Versehen, sondern weil er da hinwollte. Und derjenige hat eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber: er sollte seiner Vorbildfunktion gerecht werden.

    Wenn jemand seinen Lebenswandel nicht nach hohen moralischen Standards ausrichten möchte, dann muss er ja nicht Politiker werden. Gibt ja auch noch andere Jobs…

     
  5. Lutz Balschuweit

    February 18, 2011 at 3:49 pm

    Ja genau wir Du schön den Stein

     
  6. Andrea

    February 18, 2011 at 4:50 pm

    Also ich habe jetzt eine Weile überlegt – die einzige Verfehlung, die ich in meinem Leben vorsätzlich begangen habe, war im Alter von fünf Jahren am Büdchen eine Lakritzschnecke zu klauen.

    Das ist zum Glück verjährt…

    Ansonsten muss ich – wie Du vermutlich auch – für Fehler die ich begehe geradestehen (normalerweise mit schmerzhaft hohen Kosten, siehe die Ratenzahlungsgeschichte von Anfang der Woche).

    Ich bin altmodisch. Ich glaube tatsächlich an den Wert der Begriffe Moral, Ethik, Integrität. Ich bin bereit, eher persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen, als mich auf Dinge einzulassen, die ich mit meinen moralischen Ansprüchen nicht vereinbaren kann.

    Zeig mir einen Politiker, der das von sich ebenfalls behaupten kann.

     
  7. Lutz Balschuweit

    February 18, 2011 at 6:33 pm

    Andrea es ist manchmal einfach nicht beabsichtigt solche Fehler zu machen und vielleicht noch nicht einmal selbst erkannt. Nicht mit böser Absicht oder überhaupt nicht mit Absicht.

    Bevor das nicht eindeutig von den zuständigen Gremien geprüft wurde finde ich es verwerflich sich damit auch nur zu befassen und vorzuverurteilen.

    Dies ist alleine mein Problem an der ganzen Diskussion.

     
  8. Lutz Balschuweit

    February 18, 2011 at 7:42 pm

     
  9. Andrea

    February 18, 2011 at 8:24 pm

    Ja, das ist eine Rede, die er heute vor ausgewählten Journalisten abgelesen hat. Ein Transkript findet sich u.a. auch auf seiner Facebook-Seite.

    Meine Hypothese ist, dass er sich mit dieser Rede letztlich noch mehr Schaden zugefügt hat – nicht nur sich selbst, sondern auch der Universität und seinem Doktorvater. Wir werden sehen, wie das weitergeht.

     
  10. Andrea

    February 18, 2011 at 8:39 pm

    Sehr schön finde ich übrigens diesen Artikel: http://www.welt.de/politik/deutschland/article12577261/Der-Minister-hat-sich-einfach-bei-mir-bedient.html

    Bei der “Welt” hat zu Guttenberg übrigens seinem Lebenslauf nach mal als freier Journalist gearbeitet.

     
  11. Lutz Balschuweit

    February 18, 2011 at 9:00 pm

    von Klara habe ich noch nie was gehört und diese Dame ist mir auch vollkommen egal.

    Wenn z.G. jetzt auf die Republik scheißt und zurücktritt, dann jammern nur alle wieder warum er seine Bezüge kassiert und der nächste Kandidat ist am Zug über den dann wieder hergezogen werden kann.

    Der Mr. Holmes Gysi hatte übrigens einen tollen Hut auf heute in der Tagesschau und vielleicht wäre der ja mal was so als ganz tief rote Socke…

     
  12. Andrea

    February 18, 2011 at 10:04 pm

    Wie Du jetzt von Stöckchen auf Steinchen und dann auf Gysi kommst, ist mir auch nicht ganz klar.

    Ich habe bislang (mehrfach und in vielen verschiedenen Worten) mich nur darüber beklagt, dass ein Politiker gefälligst den Arsch in der Hose haben soll, Fehler auch zuzugeben. Oder am besten gar nicht erst solchen Mist verzapfen.
    Mir ist unverständlich, warum Du diese Forderung so unerhört findest?

     
  13. Sven

    February 19, 2011 at 12:58 am

    Ich muss jetzt über die Kommentare schon ein wenig schmunzeln. Jeder Mensch macht Fehler, egal ob er jetzt Politiker ist oder nicht. Und jeder Mensch hat danach das recht auf eine faire Begutachtung seiner Fehler. Warum soll er denn den Doktortitel freiwillig zurück geben? Lass doch erst einmal die Universität jetzt prüfen, gegen was er so alles verstoßen hat und ob es noch vertretbar ist, dem Herrn seinen Doktor-Titel zu lassen oder ob er ihn eben abgeben muss. Er hat immerhin sieben Jahre in diese Arbeit gesteckt und das er Fehler gemacht hat, dass hat er doch nun schon zugegeben.
    Wenn du etwas falsch machst, dann musst du dich nicht alleine bestrafen, dann finden andere das Strafmaß für dich (wenn es vors Gericht geht) und das kann dann auch feststellen, dass dein Fehler, den du selbst vielleicht als unverzeihlich ansiehst, gar nicht bestraft werden muss. Würdest du dem Richter dann sagen, dass du jetzt aber dennoch eine hohe Strafe dafür zahlen möchtest?
    Ist jetzt nur ein Beispiel, aber was ich damit sagen will, lass doch erst einmal die Richter zu einem Urteil kommen und fordere nicht, dass er sich selbst eine Strafe auferlegt. Dafür gibt es schließlich die Richter…

     
  14. Andrea

    February 19, 2011 at 9:34 am

    Sven, grundsätzlich hast Du recht.

    Aber: wenn Du jemanden dabei beobachtest, wie er einer Omi die Handtasche entreisst und wegrennt, während die Omi um Hilfe schreit, würdest Du dann auch da stehen und sagen “Wartet doch erstmal ab was das Gericht entscheidet, vielleicht hat er die alte Dame ja gar nicht beklaut!”? Oder würdest Du hinterherlaufen und “Haltet den Dieb!” rufen?

    Die “Fehler” um die es hier geht, sind Sachen, die jeder Student im ersten Semester lernt: wie zitiert man Quellen? Wie setzt man Fußnoten? Wie arbeitet man wissenschaftlich? Genau DAS ist der Rahmen jedes Studiums, ob Jura oder ein anderes Fach.
    Und jeder, der schon mal den Fuß in eine Uni gesetzt hat, kann anhand der Beispiele sagen: man kann durchaus mal ein oder zweimal in einer solchen Arbeit vergessen, Anführungszeichen zu setzen oder die Quelle richtig zu nennen. Aber in dieser Häufung und mit teilweise noch Änderungen im Wortlaut, kann man das wenn man ehrlich ist, nicht mehr mit “Versehen” erklären. Dazu braucht man auch keine Spezialisten und keine Prüfungskommission, denn da sämtliche Texte offen zugänglich sind, reicht es, lesen zu können.

    Und es geht hier um EHRLICHKEIT. Da verspielt gerade jemand seine Glaubwürdigkeit, die das einzige war, was ihn positiv von dem Rest seiner Kollegen abgehoben hat. Es ist scheissegal ob er einen Doktortitel hat und was die Uni entscheidet. Es geht darum, was das für ein Mensch ist und wie er sich verhält, wenn er mit der Hand in der Keksdose ertappt wird!

     
  15. Kerstin

    February 19, 2011 at 10:19 am

    Also ich finde es mehr als merkwürdig, dass solche Sachen ausgerechnet jetzt ausgegraben werden, wo er doch so beliebt ist. Ich bin ja fast sicher, dass sich irgendeiner ans Bein gepinkelt fühlte und deswegen diese Sachen ans Tageslicht holt. Würde der Herr von und zu unbeliebt sein, ein Politiker im Hintergrund, würde es keine Sau interessieren.

    Ich bin auch der Meinung, dass es mit Sicherheit keine Absicht war. Sowas passiert eben mal. Und den Dr. kann er meinetwegen ruhig behalten.

     
  16. Jabelchen

    February 19, 2011 at 11:33 am

    Ich schließe mich dir völlig an, denn es waren ja mehrere Fußnoten die einfach “vergessen” wurden. Würde uns das in der Uni passieren, würden die uns den A***** aufreißen. Hätte er mal Opa´s Buch über “Fußnoten” richtig gelesen.

     
  17. Sven

    February 19, 2011 at 1:21 pm

    Um dein Beispiel einmal aufzugreifen. So bist du der Zeuge der Einschreitet, so wie es jetzt der Jurist gemacht hat, der den Stein ins rollen gebracht hat. Bis dahin ist das auch alles in Ordnung, aber das Urteil über den Handtaschendieb fällt am Ende das Gericht und nicht der Zeuge, der den Diebstahl aufgedeckt und vielleicht auch verhindert hat. Genauso ist es auch bei dieser Sache jetzt. Der Jurist hat es ins Rollen gebracht, weil es ohne ihn keine Anklage gegeben hätte und nun muss das “Gericht” entscheiden, wie hoch das Strafmaß ausfällt. Mein Beispiel beißt sich also keinesfalls damit, dass man, wenn man ein Verbrechen beobachtet, auch eingreifen sollte. Aber auch dann fällt immer das Gericht das Urteil und nicht die direkt beteiligten.
    Glaub mir, es gibt auch andere Doktoren die Schummeln und die später dabei erwischt werden. Von denen hörst du nur nichts, weil sie nicht in der Öffentlichkeit stehen. Auch diese Doktoren bekommen ein faires Verfahren, warum sollte das denn bei einem Politiker nicht möglich sein? Warum soll ein Politiker dem Urteil vorweg greifen?

     
  18. Andrea

    February 19, 2011 at 2:13 pm

    Ich lese die Kommentare hier und ich habe die Kommentare vieler vieler Leute auf Facebook gelesen und komme langsam zu der Überzeugung, die Deutschen sind glücklich, wenn “da oben” jemand die Verantwortung und das Denken für alle übernimmt.

    Ich höre ständig Argumente wie “das ist eben so” oder “macht doch jeder”. Wie oben schon geschrieben: Bananenrepublik.

     
  19. Sven

    February 19, 2011 at 2:16 pm

    Ich habe nicht gesagt das es jeder macht, aber jeder der es macht bekommt ein faires Verfahren, also auch der Herr aus der Politik.

     
  20. Lutz Balschuweit

    February 19, 2011 at 3:33 pm

    Der Sven hat eine gute “Valium” erwischt🙂

    Ich sehe das auch so, will nur nicht so viel tippen

     
  21. Bernd

    February 19, 2011 at 10:16 pm

    Andrea,

    Du schreibst mir aus der Seele🙂. Klar ist Herr zu Guttenberg nicht der einzige, der bei der Dissertation, Diplomarbeit oder sonstwo geschummelt hat. Aber Herr zu Guttenberg ist Bundesminister und als solcher mit einer ziemlichen Machtfülle ausgestattet. Und er ist gewählter Volksvertreter. Keiner seiner Wähler hatte auch nur den Hauch einer Ahnung davon, dass er bei seiner Dissertation unsauber gearbeitet hat. Es liegt also ein ziemlich schwerwiegender Vertrauensmissbrauch vor.

    Und dass er unwissentlich unsauber gearbeitet hätte, ist nicht nachvollziehbar. Jeder Student wird bereits frühzeitig darin geschult, Arbeiten rechtlich sauber zu verfassen.

     
  22. Andrea

    February 20, 2011 at 10:48 am

    @Lutz Mir war nicht bewusst, dass “mit Drogen zugedröhnt” ein sonderlich erstrebenswerter Zustand ist. Aber ich lerne hier eh ständig neue Dinge.

    @Bernd Danke, ich kam mir schon vor wie der einsame Rufer in der Wüste.

    @all Ich bitte darum, genauer zu lesen und mir nicht einfach eine politische Agenda zu unterstellen (wenn der Lutz mit mir aneinandergerät, packt er irgendwann immer die roten Socken aus und wirft sie nach mir, das finde ich ehrlich gesagt nicht so nett). Auch habe ich mit keinem Wort gefordert, dass Herr z.G. von seinem Amt zurücktreten soll. Dass er seinen Doktortitel zurückgeben soll, habe ich als Beispiel angeführt, wie man auf INTEGRE, EHRLICHE Weise mit solch einer Situation umgehen kann, wenn abzusehen ist, dass man für die Sache eh drangekriegt wird und man sich einen Rest Glaubwürdigkeit bewahren möchte. Mit einem solchen Schritt hätte man übrigens auch den Schaden für die Universität und den Doktorvater begrenzen können.

    Ich gebe allerdings zu, dabei habe ich auch die Mentalität der Deutschen komplett falsch eingeschätzt – was in meinen Augen einen massiven Vertrauensbruch darstellt, ist es offenbar in den Augen vieler anderer nicht. Wobei dieses auch der Tatsache geschuldet ist, dass “schummeln” sich deutlich harmloser anhört als “Betrug”. Ich habe jedenfalls in den letzten Tagen eine Menge dazu gelesen und zum Teil Dinge, bei denen ich spontan an Nietzsche und das Zitat mit dem Abgrund denken musste. Aber jedes Volk hat ja die Regierung, die es verdient.

     
  23. Feliks_Dzerzhinsky

    February 21, 2011 at 9:18 pm

    “und auch keine Doktortitel erschummeln” – Das gilt doch nur für Bürgerliche – der Adel hat sich schon immer zum Ritter schlagen oder Ehren-promovieren lassen, darum:
    Uneingeschränkte Solidarität mit Dr. zu Guttenberg!

     
  24. Andrea

    February 21, 2011 at 11:39 pm

    Ich habe gerade noch einen interessanten Artikel gelesen. Ohne weiteren Kommentar:

    “Vor seiner umstrittenen Promotion an der Universität Bayreuth war Karl-Theodor zu Guttenberg dort gleichzeitig Student und Sponsor. Die Rhön-Klinikum AG, bei der die familieneigene Beteiligungsgesellschaft derer zu Guttenberg ein dickes Aktienpaket hielt, gehört zu den Stiftern des Lehrstuhls für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, der im Jahr 2000 eingerichtet wurde und bei der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt ist. Nach Tagesspiegel-Informationen fließt dafür pro Jahr von der Rhön-Klinikum AG ein sechsstelliger Beitrag.”

    Aus dem Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/politik/eine-wissenschaft-fuer-sich/3868610.html

     

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