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Der Auszug aus Berlin…

02 Sep

…ist jetzt nicht ganz mit dem Auszug aus Ägypten vergleichbar, nimmt also glücklicherweise keine biblischen Dimensionen an. Ist aber trotzdem mit geringfügig mehr Aufwand verbunden, als ein “normaler” Umzug. Von denen ich zum Glück schon so einige hinter mir habe, so dass ich da relativ cool bleibe. Ich denke an die ganze Aktion tatsächlich eher unter dem Stichwort “Umzug”. Für “Auswandern” müsste es schon Australien sein oder sowas, jedenfalls deutlich weiter weg.

Bis wir zur heißen Phase kommen, sind es ja auch noch ein paar Monate. Aber die Liste, was alles noch erledigt werden muss oder was ich alles noch tun möchte, kann sich jetzt schon sehen lassen.

Bis Mitte September muss ich beispielsweise entschieden haben, was aus meiner Wohnung (und damit verbunden natürlich auch aus meinem Hausrat) wird. Von meiner ursprünglichen Idee, sie einfach möbliert unterzuvermieten, bin ich mittlerweile nicht mehr ganz so überzeugt – wenn es da mal irgendwelche Probleme gibt, bin ich zu weit weg. Und wenn ich sie dann doch irgendwann auflösen möchte, muss ich das in meinem, vermutlich etwas spärlicher bemessenen, Urlaub tun und das wird dann erst recht hektisch und kompliziert. Also werde ich die Wohnung vermutlich zum Jahresende kündigen und meine Sachen irgendwo einlagern. (Falls das hier jemand liest, der gute Tipps hat, wo man das preisgünstig tun kann, immer her damit!!!)

Dann muss ich natürlich auch an so lustige Sachen denken, wie noch mal zum Zahnarzt zu gehen und alles was da eventuell notwendig ist erledigen zu lassen. Solange noch die deutsche Krankenversicherung für mich zahlt. In England wäre das nämlich ein Spass, den ich auf eigene Kosten bezahlen könnte und ich muss ja auch nicht warten, bis ich irgendwann Zahnweh kriege.
Da es so gut wie nichts gibt, was ich noch weniger mag als Zahnarztbesuche und ich diese daher sonst vor mir herschiebe bis es nicht mehr geht, fühle ich mich angesichts dieses Entschlusses doch sehr vernünftig und erwachsen.

Wie gesagt, die Liste von Dingen die ich erledigen muss ist lang; und dann gibt es natürlich auch noch die Liste von Sachen, die ich unbedingt noch gemacht haben möchte, bevor ich dann weg bin und nur noch zu Besuch hier herkomme. Zum Beispiel in diese Ausstellung hier gehen oder noch mal die Gärten der Welt besuchen. Und natürlich mich mit ganz vielen Freunden treffen. Wenn ich mir meinen Kalender bis zum Jahresende so ansehe, dann ist der schon jetzt ganz schön voll mit Terminen.

Bis jetzt ist es alles aber noch sehr entspannt und ich bin sehr neugierig, wie das so weitergeht. Es gibt ja noch so einige Details, hauptsächlich bürokratischer Art, die mir das Leben schwer machen könnten. Aber das lasse ich mal ganz entspannt auf mich zukommen. Zur Zeit bin ich jedenfalls, wie ich neulich einem Freund sagte
“95% excited, 5% scared shitless!”

Alles wird gut!

 
 

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7 responses to “Der Auszug aus Berlin…

  1. Marco

    September 2, 2011 at 12:53 pm

    Ach na England ist ja aber auch nicht aus der Welt eigentlich… Da fährst du mit dem Auto vermutlich länger von Berlin nach München und zahlst mehr als für einen Flug von London nach Berlin… mal so als Relation🙂

     
  2. Andrea

    September 2, 2011 at 1:56 pm

    Ja, sag ich doch. Deswegen ja auch Umzug und nicht Auswandern. Wenn ich es recht überlege, wäre Bayern für mich auch viel eher Ausland. :mrgreen:

     
  3. Bella

    September 2, 2011 at 6:15 pm

    Das ist schon krass was man da alles bedenken muss. Wie sieht es denn mit einer Wohnung in London aus und der Hausrat dort?

     
    • Andrea

      September 2, 2011 at 6:55 pm

      Ich werde erst einmal bei Freunden von mir wohnen, mir dann einen Job und eine eigene Bude suchen. Für eine Wohnung wie die, die ich hier habe, würde ich aber in London mindestens das Dreifache bezahlen. Also wird es erstmal ein Zimmer in einer WG und die sind üblicherweise schon möbliert. Ich werde auch nicht mehr annähernd soviel Platz für irgendwelchen Kram haben, also wird der Kram einfach mal radikal reduziert…😉

       
  4. Tobias

    September 2, 2011 at 8:33 pm

    Der Prozentsatz ändert sich eigentlich nicht mehr. Einmal umgezogen fragt man sich, warum man das nicht schon viel eher gemacht hat. In meinem Blog habe ich irgendwo eine Liste von Dingen, die ich damals abgehakt habe. Vielleicht finde ich die ja noch.

     
  5. Luigi

    September 4, 2011 at 11:17 am

    Äh, warum ziehst du nach London? Kein Job, keine Wohnung – versteh ich nicht.

     
    • Andrea

      September 4, 2011 at 7:02 pm

      Steht drei Blogposts weiter unten. Weil ich meinen Job zum Ende des Jahres loswerde, weil ich in der Konsequenz jetzt mittlerweile vom deutschen Arbeitsmarkt endgültig die Schnauze voll habe, weil ich schon immer in London wohnen wollte und weil es grad so schön passt!
      Oder in der Kurzversion: weil ich’s kann!😉
      Es kann ja auch Vorteile haben, wenn man eben nicht Mann + Kinder + Haus und derlei Dinge hat.

       

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