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Umzug zum zweiten

12 Sep

Wenn hier zwischendurch immer mal wieder Funkstille herrscht, dann liegt das daran, dass ich zur Zeit einfach zu viel zu tun habe, um zu bloggen.

Inzwischen ist immerhin klar, dass ich die Wohnung aufgebe. Die Kündigung ist auch schon bestätigt und das heisst, dass ich bis in drei Monaten meinen Krempel irgendwo anders untergebracht haben muss. Zur Zeit bin ich daher hauptsächlich damit beschäftigt, besagten Krempel auf ein Minimum zu reduzieren, im Volksmund auch als Ausmisten bekannt.

Jeder der schon mal umgezogen ist, kann bestätigen: über die Jahre sammelt sich doch jede Menge Zeug an. Und obwohl der letzte Umzug erst ein Jahr her ist und ich da auch schon viel aussortiert habe; jetzt geht es so richtig ans Eingemachte. Gestern habe ich beispielsweise so ungefähr 5 kg analoge Fotos aus den letzten zwanzig Jahren im Müll versenkt. Nachdem ich sie durchgesehen hatte, war mir klar, ich hatte fast alle seit etlichen Jahren nicht mehr angesehen, manche schon seitdem sie gemacht wurden. Und ich brauche nun wirklich keine Touristenfotos, auf denen zum Beispiel die Chinesische Mauer oder der Strip in Las Vegas abgebildet ist. Fotos auf denen Menschen oder Situationen abgebildet sind, an die ich mich erinnern möchte, habe ich selbstverständlich behalten. Aber der größte Teil konnte einfach so weg.

Meine Bücher sind mittlerweile auch auf ein Drittel reduziert; dank der Hilfe eines lieben Freundes können sich die Berliner Bibliotheken jetzt über Zuwachs ihres Bestandes freuen.

Es fällt natürlich auch jede Menge Kleinkram an, den ich zwar nicht behalten will, der aber auch zu schade zum Wegwerfen ist. Ein Versuch, einiges davon über Online-Kleinanzeigen zu verkaufen, war mäßig erfolgreich. Ein paar Sachen wurden verkauft, vor allem habe ich aber sehr viele Zeitgenossen kennengelernt, die ganz offensichtlich zehntausend Jahre Evolution einfach so übersprungen und lediglich den Faustkeil gegen das Mobiltelefon getauscht haben. Anders kann ich mir dieses unartikulierte Gegrunze am Telefon nicht erklären. Und nee, wenn ich etwas für 20 Euro inseriere, dann will ich es auch zu diesem Preis verkaufen und nicht etwa für die Hälfte. Deswegen steht da “Festpreis” und nicht “Verhandlungsbasis”.

Ich denke, ich werde dann doch mal Ebay eine Chance geben. Vielleicht finde ich auch irgendetwas Gemeinnütziges, wo man Sachen loswerden kann.

Braucht hier noch jemand einen Sandwichtoaster? Oder einen Reiskocher?

 
 

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4 responses to “Umzug zum zweiten

  1. Tobias

    September 12, 2011 at 2:56 pm

    Weder Reiskocher noch Sandwichtoaster, aber generell immer auf der Suche nach Küchenkrempel.

     
  2. Andrea

    September 12, 2011 at 3:44 pm

    Falls ich Küchenkrempel abzugeben habe, sag ich dir Bescheid. 😉

     
  3. Ulli

    September 12, 2011 at 5:30 pm

    Mein Papa sagte mir zum letzten Umzug: 3 mal umgezogen ist 1 mal abgebrannt.

    Er hat recht.

     
    • Andrea

      September 12, 2011 at 10:12 pm

      Naja, das würde mich gar nicht so sehr stören, ich versuche ja gerade mein Zeug zu reduzieren. Aber irgendwie ist immer mehr da als man dachte. (Ich habe da übrigens so ca. 20 Nagellacke aussortiert.. *hust*)

       

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