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I aten’t dead!

20 Nov

Übersetzt mit “Ich binne nicht tot!” stand immer auf dem Schild von Granny Weatherwax, nur für den Fall dass jemand glauben könnte, die alte Dame Hexe hätte nun endgültig den Löffel abgegeben.

Also: ich binne nicht tot. Ich binne nur ziemlich beschäftigt.

Meine Wohnung ist nun so gut wie leer. Anfang der Woche habe ich es geschafft, diverse Sachen die ich nicht mehr behalten will, unter anderem meinen Schreibtisch, an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Das war gar nicht so einfach. Ich musste ungefähr ein Dutzend dieser Organisationen durchtelefonieren; entweder nehmen sie gar keine Möbel mehr an (“Brauchen wir nicht!”) oder sie hatten vor Januar keine Abholtermine mehr frei.

Dann ging aber auf einmal alles ganz fix. Ich bekam am Montag bei der Arbeit einen Anruf “Wir hätten da gerade zwei Leute bei Ihnen in der Gegend, die könnten in einer halben Stunde da sein!”. Tja, mal eben fix nach Hause gefahren, den beiden Jungs geholfen das ganze Zeug die Treppen runterzutragen und dann war’s weg!
Über die Tatsache, dass man noch wirklich relativ neue und zum Teil hochwertige Sachen nur mit äußerster Mühe verschenkt bekommt (und über das Thema “gebrauchte Sachen verkaufen” reden wir noch nicht mal!) sollte man auch nicht zu intensiv nachdenken. Die beiden Herren, die da meine alten Möbel und Kleinkram abholten, waren jedenfalls sehr erfreut und versicherten mir auch, dass die Sachen tatsächlich gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von z.B. HartzIV Empfängern wieder weiterverwendet werden könnten. Mehr wollte ich doch gar nicht.

Eine Woche lang in so einer fast leeren Wohnung hausen, hat ein bisschen was von Camping. Ausser dem Schlafzimmer war nichts mehr eingerichtet. Zum Bloggen ist das auch eher kontraproduktiv; mein Rücken war jedenfalls vom Mangel an Sitzgelegenheiten nicht sehr begeistert. Aua!

Gestern haben wir dann auch die restlichen Sachen aus der Wohnung geholt und jetzt wohne ich bis zur Abfahrt bei einem Freund. Lustigerweise schliesst sich da der Kreis, hier habe ich auch gewohnt, als ich vor etwas über einem Jahr nach Berlin gekommen bin.

Bei dem Gedanken wird mir doch ganz schön merkwürdig zumute. Eigentlich war das ja mal alles ganz anders geplant gewesen. Hätte mir jemand damals erzählt, dass ich nur knapp über ein Jahr in Berlin wohnen würde, dann hätte ich denjenigen für verrückt erklärt. Das Leben hat manchmal schon komische Wendungen parat.

Immerhin habe ich es jetzt geschafft, die Wohnung ist fast fertig zur Übergabe, mein “Handgepäck” ist soweit reduziert, dass man es tatsächlich auch als solches bezeichnen kann, den Papierkram habe ich auch erfolgreich erledigt (die vier Besuche beim Arbeitsamt wären einen eigenen Blogeintrag wert!), das einzige was jetzt noch organisiert werden muss, sind ein paar Abschiedsfeiern…

Und dann binne ich weg.

 

 

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