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Category Archives: Kochen und Essen

Die NKFOM Herausforderung

Eins meiner liebsten Kochblogs ist No Kitchen For Old Men. Schon alleine wegen der Anspielung auf einen guten Film im Titel, dann natürlich weil Jim und George witzige Typen sind, die sich nachweislich sogar schon mal auf meinen Blog verlaufen haben und weil ich die Rezepte die sie bringen schon des öfteren nachgemacht habe (spontan fällt mir da der Frozen Yoghurt ein, von dem ich mich im letzten Sommer quasi ausschliesslich ernährt habe…).

Jetzt wird ihr Blog zwei Jahre alt und damit wir auch alle etwas davon haben, dürfen wir den beiden lustige Aufgaben (oder neudeutsch: Challenges) stellen, wo sie dann zu unser aller Belustigung gegeneinander antreten.

Also dann Jungs – ich dachte mir, so für echte Kerle gibt es nichts Schöneres als ganz steinzeitmäßig am Lagerfeuer abzuhängen und irgend etwas selbst erlegtes entweder zu Kohle oder zu Nahrung zu verbrutzeln. Ich fordere daher George und Jim heraus zur

Outdoor Lagerfeuer Barbecue Challenge
aka The Great Grill-off

Regel: ihr dürft grillen was ihr mögt, es muss nur draussen und am Lagerfeuer sein. Das coolere Rezept gewinnt, wobei ich die Wahl der Entscheidung (Testesser / Abstimmung der Blogleser / Zweikampf mit Grillgabeln auf Leben und Tod etc.) euch überlasse.

Und da ich mich jetzt entscheiden muss, wem ich in diesem sportlichen Großereignis die Daumen drücken will, supporte ich doch einfach mal:

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Posted by on April 24, 2012 in Internet, Kochen und Essen

 

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Pastitsio mit Kick

Auf Zorra’s Blog läuft das derzeitige Kochevent unter dem Titel Lamm ganz ohne Wolle, gewünscht von Peter von Aus meinem Kochtopf. Lamm ist lecker und das Event-Banner unglaublich niedlich:

Wie praktisch, dass ich letzte Woche gerade einen Multikulti-Nudelauflauf mit Lammhack gekocht habe – griechischer Pastitsio mit marokkanischer Gewürzmischung nach diesem Rezept hier. Angesichts der riesigen Menge Gewürzmischung im Mörser war ich erstmal ein bisschen skeptisch, habe dann aber doch die ganze Menge ins Essen getan – und es war der Kracher!

Die Lammhack-Sauce lässt sich auch lustig variieren, mit Auberginen, Zucchini, Rosinen und was euch sonst noch so einfällt und man kann sie auch ohne großen Aufwand einfach mit Pasta oder Reis essen. Die Mengen im Originalrezept habe ich übrigens nach der bewährten Pi-mal-Daumen Formel übertragen, also nicht wundern!

Pastitsio mit marokkanischer Gewürzmischung

(für mindestens 6 hungrige Esser)

  • 2 EL Olivenöl
  • 2 rote Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 2 große Knoblauchzehen, feingehackt
  • 500g Lammhack
  • 1 Dose Tomaten in Stücken (450ml)
  • 2 EL gehackte Minze (oder getrocknete)
  • 1 1/2 EL Ras el Hanout
  • 1 EL Tomatenmark
  • 3 TL Kreuzkümmel, gemörsert
  • 1 TL Zimt
  • 750 ml Milch
  • 100g Butter
  • 6 EL Mehl
  • 3 große Eier, getrennt
  • 200g Fetakäse, gewürfelt
  • 500g Penne
  • 100g geriebener Parmesan

Zwiebel und Knoblauch auf mittlerer Hitze im Öl glasig dünsten. Hackfleisch zugeben und anbraten, 5-8 Minuten bis es leicht gebräunt ist Dosentomaten zugeben sowie Minze, Ras el Hanout, 2,5 TL Kreuzkümmel und Zimt. Aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und 15-20 Minuten auf kleiner Hitze vor sich hin simmern lassen. Gelegentlich umrühren.

Währenddessen eine Mehlschwitze zubereiten: Butter im Topf schmelzen lassen, Mehl zugeben. Unter ständigem Rühren 3-4 Minuten kochen lassen, bis die Mischung duftet und eine hellgoldene Farbe hat. Vorsichtig Milch zugeben und dabei immer schön rühren. Die drei Eigelbe mit ein paar Eßlöffeln Milch in einer Tasse verquirlen und in die Sauce rühren. Feta und den restlichen Kreuzkümmel zugeben. Aufkochen, dann die Hitze reduzieren und rühren bis der Käse sich aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Pasta kochen, währenddessen den Ofen auf 200°C vorheizen und eine große Aufflaufform einfetten. Wenn die Pasta bißfest ist, abgießen und wieder zurück in den Topf geben. Zwei Teelöffel Butter zugeben, außerdem die Eiweiße und die Hälfte des Parmesan. Gut mischen.

Ungefähr die Hälfte der Pasta in die Auflaufform geben und glattstreichen. Lammhacksauce daraufgeben, mit der restlichen Pasta bedecken. Darauf die Feta-Bechamelsauce geben. Restlichen Parmesan darüberstreuen und das Ganze im Backofen 30-40 Minuten backen.

Dazu passt prima ein kräftiger Rotwein (muss ja kein Lammbrusco sein).

 

 

 
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Posted by on April 13, 2012 in Kochen und Essen

 

Ein Hoch auf die Zitrone! Teil 2

Jetzt hatte ich also jede Menge köstlichen Cheesecake, den ich noch nicht essen durfte und kein Lemon Curd mehr. Aber noch ein paar Zitronen und ein Rezept…

Um es kurz zu machen: ab sofort gibt es in diesem Hause kein Lemon Curd aus dem Supermarkt mehr. Selbstgemachtes ist ungefähr drölfmal besser! Und ganz einfach zu machen:

Lemon Curd nach Nigel Slater
(ergibt ungefähr 2 Marmeladengläser voll)

  • Saft und Schale von 4 unbehandelten Zitronen
  • 200g Zucker
  • 100g Butter in kleinen Stücken
  • 3 Eier plus 1 Eigelb

Lemon Curd wird im Wasserbad verrührt, also einen Topf mit Wasser zum Sieden bringen und darüber in einer passenden, hitzefesten Schüssel den Zitronensaft, -schale, Zucker und Butter verrühren und erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Die Eier in eine anderen Schale aufschlagen, mit einer Gabel verrühren und dann mit dem Schneebeesen in die Mischung rühren. Vorsicht beim Schüssel festhalten, Wasserdampf ist heiss! (Aua!) Das Wasser im Topf ein bisschen kochen lassen und den Lemon Curd 10 Minuten lang unter gelegentlichem Umrühren andicken lassen. Es sollte eine cremige Masse werden. Nach zehn Minuten vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und dann in saubere Marmeladengläser füllen.

Hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen – theoretisch.
Sehr theoretisch, denn es ist geradezu bösartig lecker!

 

 
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Posted by on February 12, 2012 in Kochen und Essen

 

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Ein Hoch auf die Zitrone! Teil 1

Es gibt da dieses englische Sprichwort. “If life gives you lemons, make lemon cheesecake!” Oder so ähnlich.

Ich bin dann noch einen Schritt weiter gegangen und habe Lemon Curd Cheesecake gemacht. Also eigentlich fing es damit an, dass ich ein Glas Lemon Curd im Supermarkt gekauft habe und das Zeug dann zuhause beim Probieren nicht ganz so dolle fand. Jetzt hatte ich also ein ganzes Glas gelben, zitronigen Aufstrich und was tun? Nigella Lawson wusste Rat (überhaupt eine grandiose Quelle für Süßes aller Art!). Der Kuchen wird nicht gebacken, was meiner Faulheit sehr entgegen kommt und ist in kürzester Zeit fertig. Nur muss man dann ewig warten bis man ihn essen darf…

Lemon Curd Cheesecake

  • 300g Frischkäse
  • 250g Ricotta oder Mascarpone (ich hab Mascarpone genommen, ich kann mir vorstellen, saure Sahne, Schmand oder sogar Joghurt funktioniert auch)
  • 150g Lemon Curd (gekauft oder selbstgemacht, siehe Teil 2)
  • Saft und Schalenabrieb von 2 kleinen unbehandelten Zitronen
  • ca. 10 Kekse, zerkrümelt (das Original verlangt nach “Digestives”, es gibt eine deutsche Sorte namens “Hobbits”, die dem recht nahe kommt)
  • 50g geschmolzene Butter
  • 1/2 TL Speisestärke
  • 35g und 1 TL Zucker

In einem kleinen Topf den Saft von einer Zitrone mit der Speisestärke glatt rühren. Die Schale von der Zitrone, Lemon Curd und 1 TL Zucker hinzugeben und das Ganze unter Rühren aufkochen. Eine Minute auf kleiner Hitze simmern lassen, dann den Topf vom Herd nehmen und irgendwo für 20 Minuten kühl stellen.
Währenddessen zerkrümelte Kekse und zerlassene Butter mischen und als Boden in eine passende Form (kleine Springform, Auflaufform, kleine Portionsgläschen o.ä.) pressen.

Frischkäse, Mascarpone (oder Ricotta oder…), den Saft und die Schale der zweiten Zitrone und die 35g Zucker in eine Schale geben und glattrühren. Die Hälfte der abgekühlten Lemon-Curd-Mischung hinzugeben und nochmal verrühren.  Die Creme auf den Kekskrümelboden geben und glattstreichen. Den Rest vom Lemon-Curd-Topping darauf verteilen. Nigella schlägt vor, das Ganze dann auch noch mit einem geeigneten Werkzeug zu einem Marmoreffekt zu gestalten, ich hab mir das gespart, ich fand schlichtes Gelb schöner.

Kühl stellen, am besten über Nacht. Der Versuchung widerstehen bis zum nächsten Tag. Essen und glücklich sein!

 

 
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Posted by on February 12, 2012 in Kochen und Essen

 

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Wir basteln uns ein Stew!

Tolles Essen für den Winter; macht warm, macht satt, geht einfach. Man kann es vorbereiten, in den Ofen stellen und dort 3-6 Stunden vor sich hin kochen lassen, während man lange Spaziergänge macht oder einen Schneemann baut.

Das Rezept stammt, wie so vieles was wir hier im Hause kochen (und was ich regelmäßig vergesse zu fotografieren) von Jamie Oliver und ist seinem Kumpel Andy, dem Gasmann, gewidmet, den Herr Oliver damit dazu kriegen wollte, seinen Ofen doch mal öfters zu benutzen.

Andy the Gasman’s Stew

  • Öl (Jamie nimmt natürlich Olivenöl)
  • 700 g Kartoffeln, geschält und in 2,5cm Würfel geschnitten
  • 2 rote Zwiebeln, geschält und grob gewürfelt
  • 2 Karotten, geschält und grob geschnitten
  • 2 Stangen Sellerie, grob geschnitten
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)
  • 1 TL Paprikapulver, scharf (im Original Smoked Paprika = Pimenton)
  • 1 TL getrocknete Chili (optional, ich fands lecker!)
  • Abrieb und Saft einer Orange
  • 800 g Lamm-,Rind-, oder Schweinegulasch (“stewing steak”; ich hab Lamm genommen)
  • 1 Dose Kichererbsen (400g)
  • 2 Dosen geschälte und gewürfelte Tomaten (je 400g)
  • Salz, Pfeffer
  • 500 g Naturjoghurt
  • eine Handvoll frischer Koriander, gehackt

Man braucht einen großen, ofenfesten Schmortopf mit Deckel. Darin, auf dem Herd, 1-2 EL Öl erhitzen, dann die Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Sellerie, sowie Rosmarin, Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chili, Orangenschale und -saft für 1-2 Minuten anschmurgeln, gut umrühren. Fleisch, Kichererbsen und Tomaten zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und soviel Wasser angießen, dass alles gerade bedeckt ist.  Zum Kochen bringen und dann im Ofen weitergaren – 3 Stunden bei 180°C oder bis zu 6 Stunden bei 140°C.

Servieren in Schüsseln, mit einem Klacks Joghurt und gehacktem Koriander bestreut. Dazu gibt es Brot, Fladenbrot oder was ihr sonst so gern mögt. Jamie schlägt vor, das Stew doch mal in einer Tortilla zu servieren. Guten Appetit!

 
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Posted by on February 5, 2012 in Kochen und Essen

 

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